Die Geschichte der Hausmittel

Hausmittel Hippocrates

Hausmittel Hippocrates

Die Geschichte der Hausmittel

Der Einsatz von Hausmittel, die aus der Pflanzenheilkunde stammen, ist eine der ältesten Methoden medizinischer Versorgung. Ihre Ursprünge reichen weit in die Anfänge der Menschheitsgeschichte zurück. In jeder Kultur entstand auf der Grundlage der örtlichen Flora eine eigene Tradition der Volksmedizin, heute auch Hausmittel genannt, mit bestimmten Arzneien und Gebräuchen. Dieses Wissen wurde durch mündliche Überlieferung von den Eltern an die Kinder weitergegeben. Jede Generation baute auf den Erfahrungen der vorangegangenen auf und schließlich wurde das gesammelte Wissen in Handschriften und Büchern festgehalten.

Zu Hausmitteln fühlen sich all jene Menschen hingezogen, die nach einer natürlichen, ganzheitlichen Methode zur Erhaltung Ihrer Gesundheit suchen. Der Einsatz von Hausmittel ist in Wissenschaft und Kunst zugleich. Die Pflanzenheilkunde sieht das Universum und den Körper als eine Einheit und basiert auf der Anschauung, dass alle Dinge miteinander in einer Beziehung stehen.

Wir möchten Sie hier auf unseren Seiten über Hausmittel mit den Prinzipien und Möglichkeiten der Pflanzenheilkunde und ihrer ungefährlichen Anwendung im häuslichen Rahmen vertraut machen. Die moderne Pharmazie nutzt selbst viele Pflanzen und ihre heilkräftigen Wirkstoffe. Die Tendenz ist stark zunehmend und das aus guten Gründen.

Im Gegensatz zur Pharmazie, wo meistens ein Wirkstoff aus der Pflanze gewonnen wird, wird in der Pflanzenmedizin meistens die gesamte Pflanze verwendet. Geruch, Geschmack und die Art der Anwendung – zum Beispiel als Tee, Kompresse oder als Tinktur – sind ebenfalls wesentliche Aspekte. Schon das Pflücken der Pflanze, die Berührung mit den Fingern und ihr Duft gehören zur Therapie um aus heilkräftigen Pflanzen Arzneien selbst zuzubereiten und damit zur eigenen Gesundheit und zum Wohlergehen von Familie und Freunden beitragen zu können, welches vielen Menschen ein Gefühl großer Befriedigung vermittelt.

Wie Hausmittel wirken und was Heilpflanzen sind

Das Pflanzen eine medizinische Wirkung haben, ist seit Jahrtausenden bekannt und erprobt. Im Laufe dieser langen Zeitspanne wurden wirkungslose oder gesundheitsschädliche Praktiken erkannt und abgesetzt. So ist die Gruppe der Heilpflanzen heute klar umrissen.

Unter Heilpflanzen versteht man jede Pflanze mit einer medizinischen Wirkung. Grundsätzlich können alle Pflanzenteile zu Arzneien verarbeitet werden. Dazu gehören Blüten, Rinde, Blätter, Stängel, Knollen, Samen, Saft oder die Wurzeln. Außerdem können auch Moos hinzukommen, Seetang und Pilze.

Pflanzen sind sehr komplexe Organismen. Wenn man sie genau analysiert, stellt man fest, dass sie Dutzende von medizinisch wirksamen Substanzen enthalten. Sehr oft versuchen die Arzneimittelkonzerne die Inhaltsstoffe zu isolieren, aber der Pflanzenkundler hält dagegen, dass die Natur besser kann und die Gesamtheit der Wirkstoffe nutzbringender ist, als die einzelnen Substanzen. Der Nutzen von Hausmittel ist durch Versuche belegt, aber wie die Pflanzen den menschlichen Organismus beeinflussen, ist weit gehend unbekannt.

Pflanzen haben keine Nebenwirkungen im Sinne der Schulmedizin. Es gibt zwar Indikationen und Gegenindikationen, aber alle Auswirkungen beruhen auf dem Charakter der Pflanzen und der jeweiligen Therapieform. Bei der Pflanze gibt es keine erwünschten oder unerwünschten Inhaltsstoffe – man muss hinnehmen, wie sie ist. Der Salbei zum Beispiel wirkt entspannend, anregend, verdauungsfördernd, harntreibend, fiebersenkend, schweißtreibend und ausgleichend auf den Hormonhaushalt. Alle diese Eigenschaften machen den Charakter der Pflanze aus und müssen bei der Einnahme der Arznei bzw. des Hausmittel vorbehaltlos akzeptiert werden.

Mit der Ausbreitung und der Entwicklung der pharmazeutischen Industrie im 20. Jahrhundert wurde die Pflanzenmedizin in der westlichen Welt vorübergehend in den Hintergrund gedrängt. Berichte über den Einsatz von Hausmittel aus früherer Zeit klangen in den modernen Rohren altmodisch und fremd, ließe sich auch schwer nachvollziehen ist seit verhältnismäßig kurzer Zeit lässt sich wieder ein durchaus reges Interesse an der Pflanzenheilkunde feststellen. Und das aus gutem Grund. Pflanzen wurden seit alters her medizinisch, als Nahrung, Getränk, Brennstoff, Baumaterial und sowie zur Herstellung von Kleidung, Werkzeugen und Farben benutzt. Der Bedarf an Pflanzenprodukten, sowie deren Weiterverarbeitung haben menschliche Kulturen und Gesellschaftsformen nachhaltig geprägt.

Des Weiteren kommt dazu, dass der Einsatz von Hausmitteln seit vorgeschichtlicher Zeit ohne Unterbrechung praktiziert wurde das so entstandene enorme Wissen und die Jahrtausende alten Erfahrungen reichen in verschiedene Bereiche der Wissenschaft hinein. Vielleicht, ohne dass es ihnen bewusst ist, wenden sie die Erfahrungen von Pflanzenheilkundelern in ihrem täglichen Leben an. Wenn Sie zum Beispiel gefragt werden: „Kaffee oder Tee?“, wählen Sie zwischen zwei Pflanzenzubereitungen. Zum einen aus dem Filtrat einer gerösteten Frucht und dem Auszug fermentierter Blätter. Ihre Entscheidung wird von mehreren Faktoren abhängen. Dazu gehört auch ihre körperliche Verfassung in dem Augenblick (durstig oder müde), aber auch davon was sie kurz zuvor getan haben und was sie vorhaben. In Sekundenbruchteilen fällt die Entscheidung: „Kaffee bitte.“ Was wie eine spontane Reaktion erscheint, ist tatsächlich ein komplizierter, rationaler Prozess. Diese analytische Vorgehensweise gehört auch zum Rüstzeug des Pflanzenheilkundlers und soll auf unseren Seiten verständlich gemacht werden. Denn die Pflanzenheilkunde baut auf den Erfahrungen vieler Wissenschaftszweige auf und formt sie zu einem in sich geschlossenen System des Teilens, das auf der Kenntnis der Pflanzen und ihrer Wirkung und den Menschen basiert.

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